
© dbking
Der 3. Oktober läßt mich kalt. Was mich berührt, ist der 9. November 1989. Ich kam ins Büro, schaltete das Radio ein und lauschte den 7-Uhr-Nachrichten. Was ich hörte, ließ mir die Tränen die Wangen hinunterlaufen, auch jetzt, wenn ich mich erinnere, bin ich aufgewühlt. Menschen sitzen auf den Mauern am Brandenburger Tor! KEINER SCHIESST!
Ich kann nicht schreiben! Ich weine einfach nur! Kein weiteres Ereignis bewegt mich mehr, als dieses. Meine Eltern sind Ostpreußen, die 1945 aus Masuren geflohen sind. Und heute? Es wächst eine Generation heran, die keinen Schießbefehl kennt und die Mauer nur aus dem Museum. Was, in aller Welt, hat diese persönliche emotionale Betrachtung mit Immobilien in Berlin zu tun?
Heute ist Berlin immer noch eine Baustelle, obwohl 19 Jahre vergangen sind. Doch wer die Unermüdlichkeit von Menschen kennt, wie sie "Schaffe, schaffe, Häusle baue" auch in Berlin realisieren, der weiß, daß sich viel verändert hat. Das Leben geht weiter und Menschen streben stets danach, sich in ihrer Eigentumswohnung oder in ihrem Bungalow wohlzufühlen.
Wer klug ist, delegiert die Bauarbeiten an einen Bauträger und ruiniert nicht seine Freizeit mit Eigenleistungen, sondern konzentriert sich darauf, eine Immobilie nach seinen Vorstellungen schaffen zu lassen von Fachleuten, die eben ihr Fach verstehen.
Warum ich das Foto mit dem Trabant ausgewählt habe? Es ist witzig und es spiegelt den Wunsch von Menschen wider, aus einer gegebenen Situation das Beste zu machen. Ich erinnere mich daran, wie ich am Hauptbahnhof in Frankfurt am Main jede Menge von Autos sah, die an ihren Außenspiegeln die Geschenktüten hängen hatten. Es war eine bewegende Sternstunde deutscher Geschichte.
Hans Kolpak
Eigentum & Bauen
no comment until now