Ã-l oder Kamele? Egal, erst Mal steigt der Preis wieder!
© azrainman

Morgen finden sich in Deutschland die Narren zusammen, um die fünfte Jahreszeit einzuläuten, die Gaspreise sollen im Frühjahr wieder sinken, aber der Tiefpunkt des Ã-lpreises ist vielleicht bereits erreicht. Beim Recherchieren fand ich EnergyComment.de und bin beeindruckt, wie frisch, fromm und fröhlich ein oder zwei Hamburger ein paar Fakten zusammengetragen haben. Was haben sie entdeckt?

Folgende Aussage hat für mich Schlüssel-Charakter: "Finanzinvestoren haben einen sehr starken, immer wieder sogar entscheidenden Einfluss auf Höhe und Entwicklung der Ölpreise. Und das gilt nicht nur für einzelne Tage oder Wochen, sondern auch für längere Zeiträume. Das war z.B. in Washington in den Senatsanhörungen im Sommer von vielen Experten immer wieder bestritten worden.

Aber anders wäre die Verdopplung und anschließende Halbierung des Ölpreises in nur 12 Monaten nicht zu erklären. Die Korrelation mit anderen Finanzmärkten war überdeutlich: Die Aktionen der Zentralbanken, der Zugang zu Krediten, die Schwankungen des US-Dollars waren entscheidende Faktoren, während "reale" Produktionstörungen in Nigeria, Hurrikans im Golf von Mexiko oder OPEC-Beschlüsse kaum Spuren hinterließen."

Deshalb: Ob sie eine Eigentumswohnung in Berlin oder in München kaufen, es spielt kaum eine Rolle, ob das Haus mit Öl oder mit Gas beheizt ist. In Deutschland sind beide Energieträger nach staatlichem Willen fest miteinander verknüpft. In Innenstadtlagen gibt es Gasleitungen, auf dem Land Gastanks. In den Innenstädten gibt nur Öltanks.

Hans Kolpak
Eigentum & Bauen


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