
Man könnte bewusst darüber streiten, ob ein Bauvorhaben im Pazifik ein Thema für "Bauen aber richtig" ist. Ich finde schon, denn die Idee könnte durchaus auch in unseren Breiten Schule machen. Es geht dabei um die Verwertung von Plastikmüll, genauer gesagt, um die so genannte Great Pacific Garbage Patch, einen Müllstrudel, in dem mittlerweile 100 Millionen Tonnen Plastikabfälle treiben.
Wohin mit dem ganzen Müll? Diese Frage haben sich einige niederländische Architekten gestellt und eine überraschende Antwort parat: sie bauen eine bewohnbare Insel daraus! Näheres zu diesem spektakuläre Projekt berichtet die österreichische Tageszeitung "Der Standard".
Ende 2010 soll ein erstes Prototyp fertig sein, die Größe der Insel soll bei runden 10.000 Quadratkilometern liegen und Recycled Island heißen. Ob das nun umweltfreundlich ist oder nicht und ob eine so kühne Idee jemals verwirklicht wird steht auf einem anderen Blatt. Die Idee, Plastik als Baustoff zu verwenden ist aber durchaus bedenkenswert – vor allem, wenn es sich um Recyclingprodukte handelt.
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