Wenn man einen altbau von außen dämmen will, gibt es prinzipiell zwei unterschiedlichen Methoden, nämlich

• das Verbundsystem
• die hinterlüftete Vorhangfassade

Beim Verbundsystem werden Dämmplatten – meist Polystyrol-Hartschaumplatten oder Mineralfaserplatten, seltener Weichfaser- oder Korkplatten – auf den bestehenden Putz geklebt und zusätzlich verdübelt. Die Dicke der Platten beträgt meist mindestens 8 – 12 cm.

Auf die Wärmedämmplatten wird als Armierung und zum Schutz eine Schicht aus Spezialmörtel hergestellt und darauf wird der neue Außenputz mit der gewünschten Struktur aufgebracht.

An der Außenfassade müssen die Fensterbänke meist erneuert werden, ggf. auch die Regenfallrohr versetzt werden, wenn der Dachüberstand sehr klein ist, sind auch hier entsprechende Maßnahmen zu treffen.

Bei der hinterlüfteten Vorhangfassade muss eine Tragkonstruktion aus Holz oder Metall montiert werden, die Zwischenräume werden mit Dämmmaterial ausgefüllt.

Auf die Tragkonstruktion wird eine Kreuz- oder Konterlattung aufgebracht, an der die Außenverkleidung befestigt wird.

Gleichzeitig entsteht dadurch eine Hinterlüftungsebene, sie hat die Funktion, dass evt. eingedrungene Feuchtigkeit – durch Schlagregen oder Flugschnee – schnell abtrocknen kann.

Als Außenverkleidung können ganz unterschiedliche Materialien, wie Holz, Schieferschindeln, Faserzementplatten und Tonziegel, im Wohnbereich seltener Metall eingesetzt werden.

Die Kosten liegen je nach Ausführung bei der Vorhangfassade meist höher als beim Verbundsystem.


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