
Könnten Sie sich vorstellen ein Haus aus gebrauchten Bauteilen zu bauen? Wahrscheinlich ein zuerst abwegiger Gedanke, doch warum nicht. Sparen, Recycling und Ã-ko-Trends bestimmen unseren Alltag. Mit Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt wurde bereits 2006 das "Bauteilnetz Deutschland" ins Leben gerufen. Das Ziel des bundesweiten Kooperationsprojektes ist ganz eindeutig: durch die Wiederverwendung möglichst vieler gut erhaltener, gebrauchter Bauteile soll im wesentlichen Abfall vermieden, Energie eingespart und CO2 gemindert werden.
In den ersten drei Jahren, die von der Deutsche Bundesstiftung Umwelt gefördert wurden, entstanden die ersten Bauteilbörsen. Die Bauteilbörsen bieten ein breites Sortiment verschiedenster Bauteile von Treppen, Türen und Fenstern über Heizungen, Waschbecken und Deckenleuchten bis hin zu Fliesen und Holzdielen. Zu jedem Objekt findet der Kunde detaillierte Angaben zu Farbe, Größe und Zustand sowie oft einen Hinweis darauf, woher das Bauteil stammt.
Ich denke, das Einkaufen von Bauteilen auf einer Börse kann Bauherren, die gerne selbst beim Bauen Hand anlegen, ungeahnte Kreativitätsschübe bescheren. Wie kommt man sonst an industrielle Bauteile, die sich sehr gut in private Wohnräume integrieren lassen und dazu noch den besonderen Kick liefern? Vor diesem Hintergrund kann ein "Recycling-Haus" eine echte Herausforderung werden.
Hedwig Seipel
Eigentum & Bauen
no comment until now