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Eines der größten Probleme, wenn es beim oder nach dem Bauen unterschiedliche Auffassungen gibt, sind die oft fehlenden Beweise und Unterlagen, um die eigene Auffassungen und Meinungen durchsetzen zu können.

Ein Mittel, dem entgegenzuwirken, ist das Führen eines Bautagebuchs. Wenn ein Bauherr einen Architekten mit der Bauleitung beauftragt hat, muss er diesem ganz deutlich machen, dass dieser auf alle Fälle ein lückenloses Bautagebuch zu führen hat.

Ist z.B. bei einer schlüsselfertigen Vergabe kein Bauleiter eingeschaltet, sollte sich der Bauherr überlegen, ob er nicht selbst ein entsprechendes Bautagebuch führen will.

In einem Bautagebuch sollen alle Arbeitsabläufe, Absprachen und Vereinbarungen aufgelistet werden, dazu gehören:

• Welcher Handwerker hat welche Leistungen ausgeführt?
• Wann wurden die Arbeiten begonnen und wann beendet?
• Wie viele Mitarbeiter waren auf der Baustelle beschäftigt?
• Gab es Hinweise auf Mängel?
• Hat der Unternehmer Behinderungen angemeldet?
• Usw.

Interessant sind auch die Rahmenbedingungen auf der Baustelle, wie Wetter, Temperatur und ggf. besondere Erschwernisse.

Fotos oder auch Videos können unterstützend eingesetzt werden. Allerdings ist deren Beweiskraft nicht immer gegeben, da leicht manipuliert werden kann.

Beim Führen des Bautagebuchs muss man sicherstellen, dass es kontinuierlich geführt wird und keine nachträglichen Manipulationen möglich sind und man sollte immer daran denken, dass ein gut organisiertes Unternehmen seinerseits ein Bautagebuch führt.


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