Betrachtungen zum Baugrundstück (2)
abgelegt im Archiv Baukonzeption am 26.11.06
Informieren Sie sich rechtzeitig über die Vorschriften des Bebauungsplanes, der meist verbindliche Hinweise gibt über
• Baugrenzen
• Dachform und -neigung sowie Firstrichtung.
• Daneben kann es Richtlinien für Heizungsanlagen,
• Bepflanzungen, Hecken und Einzäunungen
• sowie für die Lage der Garagen geben.
Wenden wir uns nun den Straßen zu, die zum Grundstück hin bzw. daran vorbeiführen. Handelt es sich um eine Stichstraße, spricht das meist für ruhiges Wohnen, aber im Winter kann es mit dem Schneeräumen manchmal dauern und auch die Müllabfuhr kann sich für Sie umständlich gestalten.
Ist die Straße an Ihrem Wunschgrundstück eine wichtige Zufahrts- oder Durchgangsstraße im Wohngebiet, das spricht nicht unbedingt für ein ruhiges Wohnen oder eine wenig befahrene Seitenstraße, das schon eher? Oder gibt es mehr als nur eine Straße am vorgesehenen Grundstück.
Wo liegt die Straße von Ihrem Grundstück aus gesehen, im Süden oder Westen, wohin sich evtl. Ihr Wohnbereich öffnet oder im Osten, wo vielleicht Ihr Schlafzimmer einmal liegen wird oder am wenigsten störend im Norden.
Doch neben den Straßen sind auch Fußwege, die Ihr Grundstück berühren, durchaus nicht zu vernachlässigen, denn Kinder können hier einen relativ hohen Lärmpegel mit Fahrrädern, Skateboards usw. verursachen, vor allem, wenn Sie selbst oder Ihre Nachbarn Hundbesitzer sind.
Wichtig ist auch die Gesamtlänge Ihres Grundstückes an Straßen und Fußwegen, da Sie hier für Sauberkeit und im Winter für eine gefahrlose Begehbarkeit sorgen müssen, daran sollten Sie vor allem in Mittelgebirgen oder dem Alpenvorland denken. Arbeiten im Freien soll ja Gesund sein, was ich im Winter dann öfters für 1-2 Stunden beim Schneeschippen genießen kann.
Großen Einfluss auf Ihre Grundrissgestaltung hat die Neigung Ihres Grundstücks, eine leichte bis mittlere Hanglage erlaubt meist die Nutzung des Untergeschosses für Wohnzwecke, sei es als Einliegerwohnung oder für den Eigenbedarf.
Extreme Hanglagen verteuern den Bau erheblich und dies gilt auch für Gartengestaltung und evtl. aufwändige Treppenanlagen, die vor allem im Winter nicht unproblematisch sind.
Bei ebenen Grundstücken ist es durchaus sinnvoll, den gesamten Wohnbedarf im Erdgeschoss abzudecken. Allerdings muss man sich dann auch die Frage stellen, ob das Haus unterkellert werden soll, denn die hierfür entstehenden Kosten sind erheblich.
Daneben hat auch die Art der Heizung einen gewissen Einfluss, z.B. ob Sie einen Heizraum und Lagerflächen für den Brennstoff benötigen oder nicht.
Wenn Sie nicht unterkellern, müssen Sie die notwendigen Nebenräume entweder im Haus oder auch in oder bei der Garage unterbringen.
Die Frage der Unterkellerung ist durchaus auch abhängig vom Baugrund. Fels oder ein hoher Grundwasserstand erhöhen deren Kosten, bei einem nicht tragfähigen Grund ist die Tiefergründung meist sehr aufwändig und beinhaltet vielfach auch Leistungen, wie sie auch für den Keller benötigt werden, so dass die Mehrkosten für ihn nicht mehr so ins Gewicht fallen.

Permalink: Betrachtungen zum Baugrundstück (2)
Tags: Bebauungsplan Hanggrundstück Unterkellerung Straßen Fussweg
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