
Wenn Sie sich klar sind, welche Orte oder Baugebiete in Betracht kommen, müssen Sie die möglichen Grundstücke und die jeweils bestehenden Rahmenbedingungen genauer unter die Lupe nehmen.
Denn manchmal fragt man sich, warum es in einem bestimmten Gebiet überhaupt Bauplätze gibt und warum es Menschen gibt, die dort wohnen wollen. So geht es mir immer, wenn ich die in einem engen Tal am steilen Nordhang gelegenen Häuser sehe und mir überlege, wann die Grundstücke und die Wohnräume überhaupt einmal Sonne haben. Dies gilt besonders im Winter, wo die fehlende Sonne durchaus auf das Gemüt schlagen kann und die Heizkosten in die Höhe steigen lässt.
Oder ganz aktuell in meinem Wohnort, hier gab es in der Dorfmitte eine Pferdekoppel an einer 90 0 Kurve, der außerdem eine nicht unerhebliche Steigung folgt, also es ist mit starkem Bremsen bzw. lautem Beschleunigen des Motors vor aller der zahlreichen Lkw zu rechnen und hier entstehen nun neue Einfamilienhaus-Bauplätze – ganz ruhig, wenn kein Auto vorbeifährt.
Besuchen Sie die für Sie in Frage kommenden Grundstücke zu verschiedenen Tageszeiten, um festzustellen, wie es mit dem Sonnenstand aussieht und ob es evtl. nur gelegentlich auftretende, aber durchaus erhebliche Störungen gibt.
Beachten Sie deshalb mögliche Lärm- oder Geruchsbelästigungen. Insbesondere aus der Hauptwindrichtung können auch entfernter liegende Fabrikanlagen, Klärwerke oder Kompostanlagen durchaus störend wirken.
Wenn stark befahrene Straßen oder Eisenbahnlinien vorhanden sind, müssen Sie prüfen, ob es schon Schallschutzmassnahmen gibt und wie wirksam diese sind oder ob solche Maßnahmen wenigstens in Planung oder Ausführung sind. Die von einer Straße ausgehende Luftverschmutzung wird davon aber kaum abgehalten.
Kontrovers diskutiert werden die möglichen Belastungen durch Elektrosmog, aber egal wie Sie dazu stehen, wenn keine Stromüberlandleitungen und keine Funkmasten für Radio, Fernsehen oder Mobilfunk vorhanden sind, können auch keine Belastungen auftreten.
Machen Sie sich kundig, was im Boden Ihres Grundstückes stecken könnte. Wenn dort in ganz frühen Zeiten die Römer, Kelten oder Germanen zugange waren, kann es Ihnen passieren, dass Sie während des Bauens von Ausgrabungen behindert werden.
Vor allem in innerstädtischen Bereichen kann es auch heute noch Grundstücke mit Munitionsfunden geben, bei ehemals industrieller Nutzung ist eine belastung des Untergrunds kaum auszuschließen. Dies gilt auch, wenn die entsprechende Nutzung schon so lange zurückliegt, dass sich kaum noch jemand daran erinnert.
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