Boklok von IKEA nicht ohne Mängel

Vor wenigen Monaten habe ich mich mit der Frage beschäftigt, wie viel Feng Shui steckt in einem Boklok, dem berühmten Fertighaus von IKEA. Heute interessiert mich eine andere Frage zu dem Haus: wie viel Mängel stecken in einem Boklok? Die Antwort auf diese Frage liefert eine durchgeführte Untersuchung der Stiftung Warentest. In einem Schnelltest wurde geprüft, welche Ausstattung das Haus hat, ob Zusatzkosten entstehen und auf was sich der Kunde einlässt. Nach der Lektüre des Artikels kann die Frage "wohnst Du noch oder klagst Du schon?" durchaus berechtigt sein.
Zuerst kommt der Preis, der optisch durchaus seine Vorteile hat: knappe 199.000 Euro für 84 qm Wohnfläche, incl. Grundstück. Erst beim näheren Hinsehen entdeckt man, dass die Malerarbeiten und Fußböden nicht inbegriffen sind. Noch spannender wird es bei den Vertragseinzelheiten. Einseitige Klauseln, die weder zulässig sind, noch dem Käufer zustehende Rechte sichern, erwecken nicht gerade Vertrauen in das Angebot. Außerdem kann sich der Traum vom Eigenheim zu einer zeitlichen Roulette entwickeln, weil ein Fertigstellungstermin vom Bauunternehmen nicht garantiert wird.
Die Baubeschreibung fällt mit fünf Seiten, gegenüber manchen Baueinleitungen für IKEA-Schränke, äußerst knapp aus. Wichtige Informationen, die über die Qualität des Fertighauses entscheiden, fehlen einfach.
Ähnlich zu bemängeln ist auch die Ausführung des Schallschutzes.
Mit dem Kauf des Hauses verpflichtet sich der Hausherr einen Vertrag mit einem bestimmten Energieversorger auf die Dauer von 15 Jahren zu unterschreiben. Ein Wechsel zu günstigeren Tarifen ist damit nicht mehr möglich.
Der Schnelltest wurde inzwischen von IKEA kommentiert. Eine Überprüfung der Beanstandungen wurde zugesagt. Fortsetzung folgt…

Hedwig Seipel
Eigentum & Bauen


Foto Quelle IKEA

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