Brennstoffzellen-Heizung liefert Energie fürs Eigenheim

Gas oder Ã-l – das sind die gängigen Alternativen, wenn es um Energie fürs Eigenheim geht. Am Verbraucherhorizont zeigt sich eine neue Art, Strom und Wärme für das eigene Haus zu erzeugen: die Brennstoffzellen-Heizung.
"Der Einsatz der effizienten und sauberen Brennstoffzellen-Technologie im
Eigenheim ist ein bedeutender Entwicklungsschritt. Denn im Energiesystem der
Zukunft räumen wir der dezentralen Erzeugung von Strom und Wärme eine wichtige
Rolle ein", sagte Wulf Bernotat, Vorstandsvorsitzender der E.ON AG beim Start eines großangelegten Feldtests zur praktischen Erprobung der Brennstoffzellen-Heizung in Einfamilienhäusern.
Brennstoffzellen-Heizgeräte erzeugen Wärme und Strom nicht wie herkömmliche Blockheizkraftwerke durch Verbrennungsmotoren, sondern durch elektrochemische Energiewandlung. Ihr Vorteil liegt in der dezentralen Stromproduktion, die mit vergleichsweise hohen Wirkungsgraden einhergeht. Zum
anderen liefern Brennstoffzellen-Heizgeräte gleichzeitig Wärme, die für die
Beheizung der Wohnräume zur Verfügung steht. Brennstoffzellen-Heizgeräte zeichnen sich jedoch durch geringe
Emissionen und eine hohe Energieeffizienz aus, was die Umwelt schont.
Die Brennstoffzellen-Heizgeräte, die bei dem Feldversuch erprobt werden, haben
eine Leistung, die für den Betrieb in Ein- und Zweifamilienhäusern optimiert ist. Sie reicht aus, um über 70 % des jährlichen Strombedarfs im Einfamilienhaus und 65 % des Wärmebedarfs zu decken. Ein integriertes Erdgas-Brennwertgerät ergänzt das System zu einem vollwertigen Ersatz für den "alten" Kessel.
Bis die neuartigen Heizgeräte serienmäßig in Einsatz kommen können, vergehen sicher noch 1 bis 2 Jahre. Bis dahin geht noch viel Gas oder Ã-l durch den Schornstein.

Hedwig Seipel
Eigentum & Bauen

Foto Quelle Andreas Morlok

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