
Letzte Woche habe ich von Rundungen berichtet und dabei festgestellt, dass Feng Shui gar nicht rund sein muss. Heute stelle ich die Frage, darf Feng Shui spitz sein? Ein Paradebeispiel für spitze Wirkung ist eine Yucca-Palme, um die schon die tollsten Geschichten gekreist sind. Da sollte doch tatsächlich eine Spinne in der Yucca-Palme
vom Übersee als blinder Passagier nach Europa gefunden haben. Doch darum geht es nicht. In zahlreichen sogenannten "Feng Shui Empfehlungen" wird die Yucca Palme aufgrund ihrer spitzen Blättern als eine ungünstige Feng Shui Pflanze eingestuft. Stimmt es? Nein, definitiv nicht. Es gibt keine günstigen oder ungünstigen Feng Shui Pflanzen, weil Feng Shui keine schlechten oder guten Pflanzen kennt. Jede Pflanze hat ihren Ausdruck, ihren Charakter. Eine Yucca Palme besitzt aufgrund der dynamischen Wuchsform und den spitzen Blättern einen lebhaften, feurigen Charakter. Sie belebt den Raum, regt uns an und sorgt für eine dynamische Raumatmosphäre. Dort, wo diese Eigenschaften benötig werden und günstige Wirkung haben, ist sie eine hervorragende Wahl. In Räumen, die Ruhe brauchen und entspannend wirken, leisten andere Pflanzen sicher bessere Dienste.
Die Wirkung der dynamischen, spitzen Form muss nicht unbedingt aus einer Pflanze resultieren. Auch Möbeln, Muster an der Wand oder Formen der Leuchten können spitz und feurig wie die Sonnenstrahlen an einem heißen Sommertag wirken. Sie sind keinesfalls schlecht nach Feng Shui Kriterien. Sie sollen nur ihrer Wirkung entsprechend in der Raumgestaltung eingesetzt werden.
Mit spitzen Grüßen,
Hedwig Seipel
Eigentum & Bauen
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