
"Top-Objekte werden teurer – Leerstände drücken die Preise auf dem Land." Das sind grob vereinfacht, die Tendenzen, die sich abzeichnen. Dabei ist es eher marginal, ob eine absichtlich herbeigeührte Inflation die Renditeerwartungen von Investoren verändert. Bill Bonner:
" 'Es ist eine seltsame und schwierige Situation', sagte ein Fondsmanager vergangene Woche in Boston. 'Die Zentralbanken der Welt sind entschlossen zu einer Politik der monetären Inflation… die sie als quantitative Lockerung bezeichnen. Und sie glauben, dass eine Inflationssteuerung die Möglichkeit ist, zu erkennen, ob ihre Politik funktioniert. D.h., dass sie glauben, dass sie wissen werden, wann es an der Zeit ist aufzuhören, die Währung zu inflationieren, indem sie sich die Verbraucherpreise ansehen. Wenn die Verbraucherpreise anfangen zu steigen, dann werden sie bereit sein, die Geldmenge zu erhöhen. Sie sagen sogar, dass sie dann den Rückwärtsgang einlegen wollen, um das Geld, das sie hinzugefügt haben, wieder herauszuziehen.' "
Ganz gleich, wozu die Europäische Zentralbank sich im politischen Windschatten des US-Dollar entschließt – Immobilienbesitz wird anders bewertet als Wertpapiere. Abstürze auf die Hälfte des Marktwertes innerhalb eines halben Jahres sind nicht gerade der Standard für Immobilienpreise – wohl aber für Aktien. Deshalb erfüllt mich folgende Aussage des Günter Vornholz, Leiter Immobilien-Research der Deutsche Hypo, mit Mißtrauen: "Die Inflationsängste sind übertrieben."
Die Trends sind offensichtlich: Wer nicht auf dem Land in einem mittelständischen oder kleinen Unternehmen abhängig beschäftigt untergekommen ist, den wird es in die Metropolen ziehen, um an der Immobilienpreisschraube zu drehen. Wer selbständig oder freiberuflich unabhängig von einem Wohnort arbeitet, profitiert von dem Preisverfall in weniger exponierten Lagen der Städte und von den Leerständen auf dem Land. Es sind so viele Häuser und Wohnungen zu kaufen oder zu mieten, wie schon lange nicht mehr. Interessenten können sich die Rosinen herauspicken.
Selbst innerhalb von Berlin gibt es gegenläufige Entwicklungen, wie aus der Berliner Morgenpost vom 20. Mai 2009 zu entnehmen ist. Deshalb sind statistische Durchschnittswerte unbrauchbar. Es kommt immer auf den konkreten Einzelfall an. Und der wird auch in Berlin von CONCEPT BAU – PREMIER virtuos zu Ihren Gunsten geschaffen.
Hans Kolpak
Eigentum & Bauen
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