… die Leidtragenden der Finanzkrise liegen auf der Nase. So könnte man in kurzen dürren Worten zusammenfassen, was die Journalistin und Publizistin Bettina Röhl am 16.11. in ihrer messerscharfen Betrachtung beklagt. Was ist das für ein seltsames Gebaren, wenn die verantwortlichen eines Desasters ungeschoren davonkommen, weil ihr Einkommen sowieso über dem Lebensnotwendigen liegt, während knapp kalkulierende Menschen an ihrer Finanzierung scheitern, mit der sie sich übernommen haben?
Was meinen Sie zu diesem Beitrag in WELT ONLINE? Ich zitiere den Satz, der mir so ins Auge sticht:

"Dass ausgerechnet diese Banker jetzt mit Staatsknete sanft landen und für ihre Sünden entgegen allen anders lautenden Beteuerungen aller Politiker aller Couleur nicht büßen, das heißt nicht den Job verlieren, nicht den angerichteten Schaden ersetzen müssen und nicht so hart fallen, wie die Häuslebauer oder wie jeder andere, der in seinem Leben wirtschaftlich falsch gehandelt hat, ist eine fatale gesellschaftliche Verwerfung."

Ich begrüße solchen journalistischen Mut und freue mich, daß er nicht durch eine Chefredaktion plattgemacht wird. Denn die Bürger, die als Konsumvieh auf den Zweckoptimismus reingefallen sind, werden in der Folge als Steuervieh nochmals belangt – finanziell selbstverständlich.

Daher kann ich nur davon abraten, ohne eine erhebliche Eigenkapitalquote in Immobilien zu investieren.

Hans Kolpak
Eigentum & Bauen


Trackback

no comment until now

Add your comment now

Impressum