Ist das wirklich so, dass mit dem Energieausweis die Immobilien besser werden? Richtig fett Geld gespart werden kann, weil der Energieverbrauch reduziert wird?

Stellen wir erstmal fest, was sich gesetzlich ändert:

Ab dem 1.Juli 2008 beginnt die Pflicht, einen Energieausweis bei der Neuvermietung oder dem Verkauf einer Wohnung dem Interessenten vorzulegen. Für Gebäude, die vor 1965 fertiggestellt wurden, wird ein Energieausweis benötigt.

Für den energiepass gibt es den verbrauchsorientierten bzw. bedarfsorientierten Energiepass. Oder kurz: die billige oder die teure Variante.
Die billige Variante ist der verbrauchsorientierte Energiepass. Hierzu müssen die Angaben korrekt angegeben werden: Wohnfläche, beheiztes Wohnvolumen, damit ein vernünftiges Ergebnis rauskommt.

Die teurere Variante, der bedarfsorientierten Energiepass, basiert nicht auf Vergangenheitsdaten, sondern kann den Energieverbrauch für die Zukunft prognostizieren. Und das ist für den Verbraucher ein eindeutiger Vorteil. Er weiß dadurch, mit welchen Energiekosten er zu rechnen hat. Nicht unwichtig heute bei den ständig steigenden Energiepreisen. Denn außer der Sonne gibt es nichts umsonst.

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© nemosocke

Und hier ein Beispiel, das den Unterschied nochmals klar verdeutlichen soll:
Renoviert ein Hausbesitzer in 2008 seine Heizung, dann würde die verbrauchsorientierte Variante die Verbrauchsdaten von 2005-2007 zugrunde legen. Während der Bedarfsausweis die energetische Verbesserung bereits nach einem Tag nach der Heizungsrenovierung berücksichtigt.
Ein weiterer Vorteil ist der Ausschluss des Nutzerverhaltens. Ein älteres Ehepaar bspw. heizt den ganzen Tag während ein arbeitender Single weniger heizen wird. Den Mieter interessierten aber nicht die Heizgewohnheiten des Vornutzers, sondern die energetische Qualität der Immobilie.

Alles klar?


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