Extrem in Moskau: Reihenhäuser und Eigentumswohnungen
© pixel0908

Krise? Was für eine Krise? Extreme, wie sie größer kaum denkbar sind, finden sich in Moskau: Luxoriöse Reihenhäuser für über 50.000 Euro pro Quadratmeter oder winzige Eigentumsbruchbuden ab 120.000 Euro. In dem Artikel von Russland aktuell wird am 30. September noch kein Preisverfall angedeutet. Vielleicht verstehen die meisten Leute dort kein Englisch und interessieren sich deshalb auch nicht für eine Finanzkrise in den USA. Jedes Kaninchen hat seine eigene Schlange, auf die es starrt.

Vor circa zehn Jahren begann ich, mich von der täglichen Reizüberflutung durch "Nachrichten" in Hörfunk und Fernsehen, Tageszeitungen und Wochenblättern abzunabeln. Inzwischen habe ich auch Monats- und Zweitmonatsmagazine aufgegeben, weil ich mich nicht mehr zumüllen lasse, sondern mich dann nach etwas erkundige, wenn ich einen Anlaß empfinde. Ich bin sicher: Sie werden auch in der US-Hauptstadt Washington Menschen finden, die keinerlei Bezug zu irgendeiner Finanzkrise haben.

Doch am 15. Dezember sieht es schon anders aus: "Einer Studie der staatlichen Sberbank zufolge droht ein heftiger Einbruch auf dem Immobilienmarkt. Im Schnitt soll der Preis für Wohnraum um 50 – 60 Prozent sinken.". Wenn eine staatliche Bank das feststellt, dann dürfen die Russen aufhören, Immobilien zu kaufen und Makler brauchen keine mehr anzubieten.

Irgendwann, da bin ich mir sicher, wird das Ende der Krise verkündet, denn bereits am 29.10. durfte sich Alexander Ortenberg , Generaldirektor von Strabag Russland, optimistisch zeigen. Doch die Gründe für seinen Optimismus erfahren geneigte Leser nur, wenn sie Zugang zum Archiv haben.

Krise? Was für eine Krise?

Hans Kolpak
Eigentum & Bauen


Trackback

no comment until now

Add your comment now

Impressum