Finanzberater u.ä. als Hausverkäufer

In meiner kurzen Serie über Hausverkäufer möchte ich keine der vorgestellten Gruppen diskriminieren, bei allen ist es möglich, ein qualitativ gutes Haus zu einem angemessenen Preis zu erwerben, allerdings gibt es Verflechtungen, die mitunter zu Risiken führen können.

Dies gilt z.B. auch für Finanzberater, Versicherungs- oder Bausparkassenvertreter, die auch das Angebot eines oder mehrerer Hausherstellers im Portefeuille haben.

Oftmals wird hier der Eindruck vermittelt, man habe den Anbietermarkt sorgfältig geprüft und sich für einen bestimmten Anbieter als den Seriösesten mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis entschieden. Dies mag mitunter so sein, aber mir ist auch aus eigener Erfahrung bekannt, dass die Höhe der Verkaufsprovision diese Entscheidung nachhaltig beeinflussen kann.

Diese Hausverkäufer verstehen nichts oder nur wenig vom Bauen, sie sind auch nicht an einer fachlichen Beratung interessiert, da diese eine Verkaufsentscheidung meist nur verzögern und Zeit ist Geld.

Wenn Ihnen von einem solchen Verkäufer ein Objekt angeboten wird, bestehen Sie darauf, mit den Planern und Verantwortlichen der Baufirma oder des Bauträgers vor Vertragsabschluss zu sprechen, sich beraten zu lassen und alle gewünschten Ergänzungen und Veränderungen in den Vertrag oder die Leistungsbeschreibung mit aufzunehmen.

Preisverhandlungen sind kaum möglich, alle Zusagen müssen Sie sich von Ihrem tatsächlichen Vertragspartner schriftlich vor Vertragsabschluss bestätigen lassen oder vom Vertrag zurücktreten, wenn Zusagen nicht bestätigt werden.

Nach dem Vertragsabschluss steht Ihnen dieser Berater für die Bauabwicklung nicht mehr zur Verfügung, meist aber noch für die finanzierung. Auch hier wird dieser versuchen, seine Produkte an den Mann oder die Frau zu bringen und wird sich dabei nicht immer, von den Bedürfnissen des Kunden leiten lassen, sondern mit mehr als einem Blick auf die eigenen Provisionen schielen.


Trackback

no comment until now

Add your comment now

Impressum