Finanzkrise und Mietpreisentwicklung: Der Immobilienmarkt ist heterogen

Wenn die Leerstände auf dem Land zunehmen und die Mieten stagnieren, gleichzeitig aber in Toplagen von Ballungsräumen gekauft und vermietet wird bei steigenden Preisen, so ist das kein Anachronismus, sondern Teil von Zyklen, die so alt sind wie die Menschheit selbst. Diese Parallelentwicklung in Deutschland ist symptom für die Schere zwischen Arm und Reich, die kontinuierlich weiter auseinandergeht, weil der Zinseszins die Wirtschaftskraft von immer mehr Menschen abschöpft, die sich Hypotheken auf ihre individuelle Zukunft aufschwatzen ließen.
Es war zu erwarten: Die letzte noch freie Eigentumswohnung am kleinen Wannsee in Berlin ist jetzt auch verkauft. Und der Focus-Artikel vom 8. Mai 2009 gibt lediglich Banalitäten preis, oder?

"Anleger investierten wieder vermehrt in Wohnungen, das führe zu häufigeren Verkäufen – und fast jeder Vermieterwechsel wiederum zu einer Mieterhöhung. Aus diesem Grund prognostiziert Stürzer etwa für die bayerische Landeshauptstadt München sogar einen Anstieg von rund 30 Prozent: Zwischen 2006 und 2008 sei das Wohnen zur Miete durchschnittlich um 20 Prozent teurer geworden, dieser Trend dürfte anhalten."

Gemessen an meiner Herkunft aus einem armen Arbeiter-Elternhaus in den Fünfziger Jahren und meiner Entwicklung in den letzten 15 Jahren, hängt meine wirtschaftliche Situation in erster Linie von meiner eigenen Geisteshaltung ab und nicht von meinem Umfeld oder von der gesamtwirtschaftlichen Situation. Auch während des zweiten Weltkrieges bis zum Aufflammen des sogenannten Wirtschaftswunders in Deutschland gab es Menschen, die stets Butter auf dem Brot hatten. Die kam nämlich von Kühen, woher sonst?

Es ist wie mit der Liebe und der Erotik: Es fängt im Kopf an.

Hans Kolpak
Eigentum & Bauen

Foto Quelle CBP Berlin

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