Fremdwährungsdarlehen - günstig aber riskant

Wenn man sich so in der Baufinanzierungsszene umsieht, kommt immer wieder die Sprache auf Fremdwährungsdarlehen, die sich scheinbar deutlich nach unten von den einheimischen Konditionen unterscheiden und daher von manchem Finanzierungsberater empfohlen werden.

Doch das dies nicht ohne Risiko ist, darauf weist die Verbraucherzentrale Thüringen hin, vor allem, wenn es nicht möglich ist – wie bei uns fast schon normal – einen Festzins für mehrere Jahre zu vereinbaren.

Besonders im Blick hat die Verbraucherzentrale derzeit Kredite mit niedrigem Zins und einer stabilen Währung aus der Schweiz. Der Kredit wird in franken aufgenommen und in Euro ausbezahlt, auch Zinsen und Tilgung werden in Euro bezahlt.

So weit, so gut. Doch steigen die Zinsen in der Schweiz, wird der Vorteil schon geringer und wenn der Franken gegenüber dem Euro an Wert gewinnt, kann sich das vermeintliche Schnäppchen leicht ins Gegenteil verkehren.

Natürlich bestehen auch die Möglichkeiten, dass die Zinsen sinken und der Euro an Wert gewinnt, dann wird es noch billiger für den Bauherrn.

Mein Fazit, wer gerne spielt, ist mit einem solchen Fremdwährungsdarlehen bestens bedient, wer langfristig auf der sicheren Seite sein will, der sollte die Finger davon lassen.


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3 comments until now

  1. “günstig aber riskant”
    Wo liegt das Risiko? Eine deutsche Standardfinanzierung mit 1% Tilgung verursacht doppelt so hohe Kosten wie ein endfälliges Franken Darlehen. Der Franken schwankt seit 25 Jahren um 1.55 plus minus 10%. Dieses “Schwankungsrisiko” ist zu den möglichen Kosteneinsparungen vernachlässigbar.
    Die Risken sind ausschließlich in der unprofessionellen Beratung und in der Wahl der falschen Produkte zu suchen. Die Österreicher haben 50 Mrd. Euro auf diese Weise finanziert nach einigen Fehler zu Beginn der Frankenfinanzierung vor rd. 2o Jahren hat sich diese Finanzierungsform bei den Ösis zu einem Standardprodukt entwickelt. Die Ösis haben sich in den letzten 6 Jahren dadurch 9 Mrd. EUR an Baufi kosten erspart.
    In Deutschland sind die Banken deshalb dagegen, weil sie damit weniger verdienen.

  2. “günstig aber riskant”
    Wo liegt das Risiko? Eine deutsche Standardfinanzierung mit 1% Tilgung verursacht doppelt so hohe Kosten wie ein endfälliges Franken Darlehen (Zinskosten rd. 140.000 zu 40.000!). Der Franken schwankt seit 25 Jahren um 1.55 plus minus 10%. Dieses “Schwankungsrisiko” ist zu den möglichen Kosteneinsparungen vernachlässigbar.
    Die Risken sind ausschließlich in der unprofessionellen Beratung und in der Wahl der falschen Produkte zu suchen. Die Österreicher haben 50 Mrd. Euro auf diese Weise finanziert nach einigen Fehler zu Beginn der Frankenfinanzierung vor rd. 2o Jahren hat sich diese Finanzierungsform bei den Ösis zu einem Standardprodukt entwickelt. Die Ösis haben sich in den letzten 6 Jahren dadurch 9 Mrd. EUR an Baufi kosten erspart.
    In Deutschland sind die Banken deshalb dagegen, weil sie damit weniger verdienen.

  3. Doch gerade die Möglichkeit des variablen Darlehens macht die Sache nicht ganz so Risikoreich. Schließlich hat man bei jeder Zinsanpassung die Möglichkeit das Darlehen abzulösen.

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