Herbe Kritik an Erbschaftssteuer: Deutschland mutiert zum Entwicklungsland
abgelegt im Archiv Wohneigentum am 17.01.09
Was haben Professoren für Wirtschaftswissenschaften verbrochen, daß sie zwar an Hochschulen geduldet, aber von Politik und Verwaltung ignoriert werden? Prof. Dr. Ulrich van Suntum ist einer von denen, die ihre Einsicht und Kompetenz in den medien kundtun. Nur - wann werden solche Bürger resignierend schweigen, weil Lobbyisten die Talfahrt weiterhin vorantreiben? Weil es keiner akademischen Bildung bedarf, um mit gesundem Menschenverstand ein Thema wie einfacheSteuer.de aufzubereiten, werde ich nicht müde, auf Menschen wie Ulrich van Suntum hinzuweisen. Was stellt er am 4. Januar 2009 in WELT-online fest?
Sein Gastbeitrag Hier regiert die nackte Willkür zur Reform der Erbschaftssteuer geht nicht gerade zimperlich mit Lobbyisten, Parteistrategen und Mandatsträgern um. Einige Höhepunkte stelle ich Ihnen vor und reiße sie aus dem Zusammenhang, um Ihnen Appetit auf den gesamten Artikel zu machen, der lesenswert und beachtenswert ist, Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel! Die Bilderberger sind nützliche Idioten, aber nicht der Nabel der Welt!
Prof. Dr. Ulrich van Suntum: "Jeder Euro Erbschaftsteuer vernichtet damit per saldo Kapital, das von der nächsten Generation mühsam immer wieder neu gebildet werden muss. Wer aus einer erfolgreichen Industrienation ein Entwicklungsland machen will, muss genau so vorgehen.
Die Reform der Erbschaftsteuer wird von führenden Juristen schon jetzt als verfassungswidrig eingeschätzt.
Länder wie Kanada, Neuseeland und Australien, die schon lange keine Erbschaft- und Vermögensteuern mehr erheben, stehen bei der Staatsverschuldung viel besser da.
Nicht umsonst haben inzwischen viele weitere Länder wie Portugal (2004), die Slowakei (2004), Schweden (2005) und Österreich (2008) die Erbschaftsteuer abgeschafft, ebenso wie die meisten Kantone der Schweiz - allesamt wichtige Konkurrenten im europäischen Standortwettbewerb.
All diese Absurditäten sind ausschließlich das Resultat politischer Kuhhändel. Sie widersprechen nicht nur elementaren Anforderungen an eine willkürfreie Besteuerung, sondern auch jeder ökonomischen Vernunft.
Also entweder die "freiwillige" Teilenteignung oder Steuern zahlen - DDR-Methoden lassen grüßen.
... jeder würde spüren, was es heißt, das von den Eltern erwirtschaftete, bereits voll versteuerte Vermögen noch einmal zu versteuern."
Mit einfacheSteuer.de mache ich deutlich: In Europa werden durch Umverteilung, durch viele Steuern statt einer, durch Verwaltung und Rechtspflege 80 Prozent der eingenommen Steuern aufgezehrt. Wenn die Schildbürger das gewußt hätten .... Damals gab es noch keine Science Fiction und keinen George Orwell mit seinem Roman 1984.
Liebe Leser, ich wünsche Ihnen den ersatzlosen Wegfall der Erbschaftssteuer, damit Ihr Immobilienvermögen nicht aufgezehrt wird.
Hans Kolpak
Eigentum & Bauen
Tags: Wohneigentum Erbschaftssteuer
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