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In Fortführung des letzten Beitrags zum Bauablauf möchte ich nun einen Ihrer sinnvollen Baustellenbesuche präzisieren.

Ein schneller Durchgang reicht dazu nicht aus, sondern Sie müssen systematisch vorgehen. Viele Punkte sollten eigentlich vom Bauleiter des Unternehmers oder von Ihrem Architekten kontrolliert, bemerkt und ggf. abgestellt werden.

Schauen Sie sich zunächst einmal die Ordnung auf der Baustelle an, liegt Material im Dreck oder sind Materialien beschädigt, aber noch nicht zum abfall gegeben worden?

Wird witterungsempfindliches Material ungeschützt aufbewahrt und ist z.B. bereits durchfeuchtet.

Werfen Sie auch mal einen Blick auf die verwendeten Pläne, sind es wirklich die gültigen?

Das ist doch logisch, denken Sie.

Es sollte so sein, aber während meiner Zeit als Bauleiter erhielt ich von einem Handwerker den Anruf, ich solle doch ganz schnell auf die Baustelle kommen, denn der vorhergehende Handwerker hätte Mist gebaut.

Zwar hatte ich die Baustelle erst kürzlich besucht und keinen Fehler gefunden. Aber der Handwerker drängte weiter, also fuhr ich nochmals auf die Baustelle.

Dort erklärte er mir, dass er schon mehrere solcher Typenhäuser gebaut habe und in der rechten Ecke müsse ein Deckendurchbruch sein, aber es war keiner.

Konnte es auch nicht sein, denn das Haus wurde spiegelbildlich gebaut und die Pläne stammten auch von einem üblichen Typenhaus und nicht von dem aktuellen Bauvorhaben.

In den Zeiten der per E-Mail versandten Pläne nimmt die Zahl der geänderten Pläne leider immer mehr zu und daher kommt dieser Prüfung eine besondere Bedeutung zu.

Kontrollieren Sie dann die ausgeführten Leistungen, nehmen Sie durchaus mal Zollstock oder Wasserwaage zur Hand. Dabei müssen Sie natürlich beachten, dass auf dem Bau Toleranzen gibt, die Ihnen vielleicht zu groß erscheinen, so ging es zumindest einmal einem meiner Kunden, der als Ingenieur bei der Fa. Zeiss arbeitete.


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