Illegaler Kahlschlag in HH-Blankenese zwecks Preistreiberei
abgelegt im Archiv Vermischtes am 04.12.08

© HamburgerJungWenn eine Eigentumswohnung in Hamburg-Blankenese ohne Elbblick 3.000 Euro pro m² bringt, mit Elbblick aber 7.000 Euro pro m², dann können sogar Gauner rechnen, wäre das Ganze nicht eine Groteske erster Güte.
Was ist so absurd bei dieser Geschichte? Beim ersten Aufheulen einer Motorsäge hätte es keine fünf Minuten gedauert, bis ich die Polizei alarmiert hätte. Doch laut Hamburger Abendblatt am 3. Dezember hätten sich die zehn Bäume bereits zwischen Januar und Juni 2008 völlig unauffällig und klammheimlich aus dem staub gemacht.
Das will kein Nachbar gemerkt haben? Mir erscheint das wirklich als Seemannsgarn erster Güte. Wenn es doch verboten ist, solche großen und alten Bäume zu fällen, außer es besteht eine konkrete Unfallgefahr, dann ist es absurd anzunehmen, diese Riesenmengen an Holz hätten sich einfach nur in Luft aufgelöst.
Vielleicht waren es ja Heilige Bäume, die einer nach dem anderen geräuschlos bei Nacht und Nebel ihre irdische Heimat verlassen und in den Bäumehimmel aufgefahren sind. Jetzt, wo die zehn Heiligen Bäume alle im Himmel versammelt sind, läßt sich leicht ein großes Theater veranstalten, um hohe Preise für die Eigentumswohnungen in der Villa dieses betroffenen Grundstückes zu erzielen.
Die zehn Bäume, die seit Monaten am Sven-Simons-Park herumliegen, haben damit natürlich nichts zu tun. Aufgefallen sind die auch niemandem. Die sind einfach nur lästig, weil sie beim Hundespaziergang im Weg liegen: "Seit Monaten ärgern sie sich über die Bäume, die noch immer nicht weggeräumt wurden," berichtet die Hamburger Morgenpost über zwei zornige Hundehalter. Wer sagt es denn? Man muß nur bei den richtigen Journalisten nachlesen!
Da es sich um einen illegal zustandegekommenen Spekulationsgewinn handelt, bleibt die Frage offen, ob Gewinne aus kriminellen Handlungen steuerfrei sind oder ob das endlich mal echtes legales Schwarzgeld ist, das nicht versteuert werden muß.
Um Ihnen mühsame Recherchen zu ersparen: Geschichte des Hauses und eines der Immobilienangebote.
Hans Kolpak
Eigentum & Bauen

© HamburgerJung
Tags: Eigentumswohnung Quadratmeterpreis Spekulationsgewinn
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Kommentar von:
Petra Nöhring
(04.12.08 18:18 Uhr)
Na, die NAchbarn haben nichts gemerkt, weil sie wahrscheinlich auch davon profitieren, oder?
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