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Job-Rekord in 2008: Schließlich steht es in der Zeitung

abgelegt im Archiv Humor am 02.01.09

Job-Rekord in 2008: Schließlich steht es in der Zeitung
© illuminating9_11
Eigentlich jede Immobilie basiert auf dem Einkommen des Investors oder des Wohnungseigentümers. "Die Zahl der Erwerbstätigen stieg 2008 auf über 40 Millionen. Nie zuvor hatten so viele Menschen in der Bundesrepublik Arbeit." veröffentlicht die Rheinische Post am 2. Januar um 22 Uhr, ohne eine Quelle zu benennen. Das Internetportal "Bundesministerium für Arbeit und Soziales" ist noch im Weihnachtsurlaub. Da es keine Krise gibt, fehlt auch ein Grund durchzuarbeiten, oder? Was nun?


Das Statistische Bundesamt Deutschland ist fix. Es ist nämlich die Quelle dieser Meldung.

"Die Zahl der Erwerbstätigen erreichte damit im Jahr 2008 einen neuen Höchststand seit der Wiedervereinigung. ... Die günstige Entwicklung der Arbeitnehmerzahlen im Jahr 2008 ging fast vollständig auf den Aufbau voll sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung zurück, während der Anstieg der in Haupterwerbstätigkeit ausgeübten geringfügigen Beschäftigung (Minijobs) im abge­laufenen Jahr annähernd zum Stillstand kam. ... Der Anteil der in den Dienstleistungsbereichen Beschäftigten in Relation zur gesamten Erwerbstätigkeit erhöhte sich von 59,5% im Jahr 1991 auf 72,5% im Jahr 2008. "

Also, die Niederrheiner aus Düsseldorf sind nicht der Kunst der reine Vermutung anheimgefallen, sondern stützen sich auf solides vorläufiges Zahlenmaterial aus Wiesbaden. Das ist ein eindeutiges Signal an Investoren und künftige Eigentümer von Eigentumswohnungen und Reihenhäusern in München, Bayreuth und Berlin, den langgehegten Plan zu verwirklichen. Es muß ja etwas dran sein, wenn es in der Zeitung steht.

Mir hat es schon immer besser gefallen, von den Menschen zu reden, die arbeiten und nicht von den, die noch nicht arbeiten. Deswegen ist die Bundesagentur für Arbeit so kontraproduktiv. Die verwalten nicht die Arbeitenden, sondern die nicht Arbeitenden.

Analog zum Statistische Bundesamt Deutschland müßte es ein Volkswirtschaftliches Arbeitsamt Deutschland geben. Die wären so positiv eingestellt und so aufgeschlossen für Arbeit, die würden glatt die paar Millionen Arbeitslosen mitverwalten. Aber das wäre ein ganz anderes Betriebsklima und eine sehr fruchtbare Arbeitsatmosphäre.

Ich will das nicht weiter auswalzen, sonst mache ich mich noch als Bürokratiehasser unglaubwürdig. Kaufen Sie lieber Ihre Immoblilien wie geplant und Schwamm drüber!

Hans Kolpak
Eigentum & Bauen

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Tags: Arbeitsmarkt  Konjunktur 

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