Kaufen aber richtig

Der Erwerb einer Immobilie als Geldanlage endet nicht immer mit einem Happy End. Auf dem Weg zum Immobilieneigentümer lauern etliche Stolperfallen, die falsch umschifft zu groben Entscheidungsfehlern führen. Karl-Heinz Müller hat einen Ratgeber verfasst, in dem er die größten Fehler beim Kauf einer Immobilie zusammenstellt:

  • Eine Immobilie wird erworben, weil sich eine "gute Gelegenheit" ergibt. Dabei fehlt eine klare Investitionsstrategie.
  • Die Standortauswahl richtet sich ausschließlich nach Kriterien des "gewohnten Umfeldes", z.B. dem eigenen Wohn- oder Arbeitsort.
  • Fehlende Überlegungen in Hinblick auf Risiken und Renditen.
  • Gezielt herbeigeführte Verluste, um Steuern auf andere Einkünfte zu minimieren.
  • Folgekosten für Instandhaltung, Verwaltung oder Mietausfall bleiben unberücksichtigt.
  • Risiken der finanzierenden Bank, die gerne "Problemobjekte" abstoßen will.
  • Der richtige Zeitpunkt zum Weiterverkauf der Immobilie wird verpasst und damit langjährige Verluste verursacht.
  • Zu wenig oder keine Informationen über den Mietspiegel oder Grundstücks- und Immobilienpreisentwicklung in der betroffenen Gegend.

Immobilien zählen weiterhin zu den häufigsten Arten privater Geldanlagen der Deutschen. Von 100,- € einer Geldanlage werden 42,-€ in Immobilien investiert. Die "gefühlte" Sicherheit in bleibende Werte zu investieren verhindert oft, dass ein Anleger sich kritisch und mit großer Vorsicht mit allen Pro- und Gegenargumenten der Entscheidung auseinander setzt. So kann ein guter Rat sehr teuer werden.

Ich wünsche Ihnen immer richtige Entscheidungen,

Hedwig Seipel
Eigentum & Bauen


Foto Quelle Henrik G. Vogel

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