Leben in der Blechhaut?

Genau diese Frage habe ich mir auf unserer gestrigen Wanderung gestellt, als wir an diesem Wohnhaus vorbeikamen und ich mich daran erinnerte, dass ich vor Jahren, als ich Hallen mit Stahldächer und -wänden verkaufte und baute, über den Bau von ebensolchen Wohnhäuser mit einem Kollegen debattierte.

Damals war sein Killerargument: "Da kommt man sich ja wie eine Ã-lsardine in der Dose vor."

Aber auch heute noch würde ich ganz emotional sagen, so möchte ich nicht leben, wohnen kann man vielleicht so.

Ich würde mich immer fragen, heizt das Blech im Sommer nicht zu sehr auf, so dass ich eigentlich Spiegeleier darauf braten könnte und würde ich bei mangelhafter Schalldämmung nicht jeden Regentropfen als Trommelwirbel auf einer Pauke hören.

Selbst wenn man mir vorrechnen und erläutern würde, dass diese und andere Schwächen gar keine währen, ich könnte mich nicht dafür erwärmen.

Gerade in einem solch sensiblen Bereich wie das Leben und Wohnen in einem Haus, da sollte man auf seine Gefühle hören und wenn diese nein sagen, dann sollten Sie auch nein sagen.


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