
Natürlich kann man mit einer Innendämmung ähnliche Wärmedämmwerte erreichen wie mit einer Außendämmung und man kann damit meist auch noch Geld sparen, denn sie ist nicht unwesentlich preisgünstiger als die Außendämmung.
Warum wird dann aber die Außendämmung empfohlen und die Innendämmung nur als Alternative vorgeschlagen, wenn z.B. bei einem schönen Fachwerk oder einen interessanten Stuckputz die Fassade nicht verändert werden soll oder darf?
Dies liegt an einigen, durchaus erwähnenswerten Nachteilen:
Bei der Innendämmung verliert man Wohnfläche und das ist bei oft kleinen Raumgrößen prekär.
Die Anschlüsse an Fensterbänke und die Ausführung der Fensterlaibungen sind zu beachten und nicht selten müssen auch Heizkörper neu montiert werden.
Jede Decke und jede Wand, die direkt an die außenwand anschließt bedeutet eine Wärmebrücke, die einer separaten Behandlung bedarf.
Das alte Mauerwerk liegt in diesem Fall im kalten Bereich, kann somit nicht als Wärmespeicher dienen und vor allem bei nicht sachgerechter Ausführung kann es zu Feuchtigkeitsschäden kommen.
Daher sollte innen vor der Dämmung eine funktionierende Dampfsperre, z.B. aus PE-Folie montiert werden.
Sorry, aber der dieser Beitrag ist nicht sehr hilfreich. Innendämmung bei Fachwerk ist sehr problematisch. Wenn überhaupt, sollten hier passende Baustoffe wie Leichtlehm oder Holzfaserplatten verwendet werden. Folien sind fehl am Platz.
Hinter Stuckfassaden findet sich oft sehr solides und massives Ziegel-Mauerwerk von 49 cm Dicke. Das dämmt, wenn es nicht durch andere Baumängel durchfeuchtet ist, so gut, dass sich eine Innendämmung kaum rechnet. Vor allem, wenn man das Risiko von Folgeschäden einbezieht (weggefaulte Balkenköpfe z.B.).
Und überhaupt: Die Dampfsperre gehört nach innen und nicht zwischen Dämmung und Mauerwerk.
Herbert Walker
Wenn eine Fachwerkwand nicht die erforderlichen Wärmeschutzwerte aufweist und das Fachwerk erhalten bleiben soll, muss innengedämmt werden.
Wenn hinter einer Stuckfassade ein 49 cm starke Wand sein sollte, ist evtl. eine zusätzliche Wärmedämmung nicht nötig, ist die Wand dünner, muss eine Innendämmung erfolgen.
Zur Lage der Dampfsperre gibt es unterschiedliche Aussagen, wobei – insofern berichtige ich meinen Beitrag – die meisten Experten für eine innenliegende Dampfbremse votieren.
Ein “Muss” ist die Innendämmung nicht. Insbesondere Denkmale (wovon man bei sichtbar zu erhaltenem Fachwerk ausgehen kann) muss man mit 14cm 040er Innendämmung nach ENV vergewaltigen. Hier ist behutsames Abwägen angebracht und zulässig.
Meiner Meinung sollte Innendämmung nur zur Lösung punktueller Probleme (Tauwasseranfall, Wärmebrücken) verwendet werden. Wenn sichtbares Fachwerk auf aktuellem Niveau gedämmt werden soll, bleibt die Möglichkeit, durch Hinzufügen einer Innenschale das Fachwerk zur hinterlüfteten Fassade zu machen.
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Nachträgliche Innendämmung ist Sache sorgfältiger Berechnungen, selbst wenn man mit Aussendämmung kombiniert, die man aus welchen Gründen auch immer evtl. nicht dick genug ausführen kann. Manche Bausysteme (Isorast, etc.) gehen von vornherein mit einer Innendämmung einher.
Entscheidend ist, daß mit jedem Milimeter Innendämmung der Taupunkt weiter nach innen verlagert wird. Wenn das Tauwasser dann zwischen Wand und Innendämmung ausfällt, ist der Bauschaden durch Feuchtigkeit und zunächst versteckter Schimmelbildung da. Auf Holzkonstruktionen kann das zum Totalschaden des Hauses führen, da dann das Holz fault.
Wie gesagt: Es kann funktionieren, muss aber NACH VOR-ORT-BESTANDSAUFNAHME (!!!) berechnet werden. Telefonauskünfte reichen nicht aus.