Neue Wohnungen braucht das Land â€
  © Pixelio.de/Reiner Sturm

In vielen Regionen ist auch in den nächsten Jahren von einer stabilen bzw. wachsenden Wohnungsnachfrage auszugehen. Immer mehr regionale Wohnungsmärkte müssen dagegen in Zukunft mit Nachfragerückgängen rechnen. Dies ist zentrales Ergebnis der aktuellen Wohnungsmarktprognose 2025 des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).
Der regionalen Schwerpunkte der Neubautätigkeit werden in Folge des Bauens neuer Einfamilienhäuser im Umland der großen Wachstumsregionen der alten Bundesländer liegen sowie zum Teil auch in den dortigen Kernstädten. In den ländlichen Regionen der neuen Länder wird hingegen der Neubau von mehrstockigen Wohnhäusern fast völlig zum Erliegen kommen. Im Bereich der vermieteten Wohnungen geht die Prognose in vielen Regionen langfristig eher von einem sich erhöhenden Leerstandsrisiko als von zusätzlicher Neubaunachfrage aus.
Einen wichtigen Einfluss auf die Neubauentwicklung üben weiterhin die Nachfrage nach Eigentumswohnungen und die wachsende Inanspruchnahme von Wohnflächen. Beide Größen sind bis zum Jahr 2025 mit positiven Vorzeichen versehen: so steigt die Eigentumsquote bis 2025 in den alten Ländern um 4 Prozentpunkte auf 47%, in den neuen Länder um 6 Prozentpunkte auf 36%. Die Pro-Kopf-Wohnfläche der selbst nutzenden Eigentümerhaushalte steigt insgesamt um rund 4 m2 in den alten Ländern auf knapp 53 m2 und in den neuen Ländern auf ca. 47 m2. Für Mieterhaushalte wird ein Pro-Kopf-Wohnflächenplus von ca. 3 m2 auf 41 m2 bzw. 38 m2 prognostiziert.
Alle Ergebnisse sind im BBSR-Bericht KOMPAKT 1/2010 enthalten und können unter forschung.wohnen@bbr.bund.de bestellt werden.

Hedwig Seipel
Eigentum & Bauen

Quelle: BBSR Medieninformationen


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