Leider stellt man auch heute immer wieder fest, dass sich das Verhalten der Vertragsschließenden nach Vertragsabschluss häufig ändert.

Man versucht, den anderen zu übervorteilen und den Vertrag oder die Baubeschreibung im eigenen Interesse neu auszulegen.

Dies führt meist zu Problemen und am Ende sind beide Seiten unzufrieden und das Ergebnis entspricht nicht immer dem gewünschten.

Denken Sie daran, Sie und Ihr(e) auftragnehmer sind Partner, sie haben ein gemeinsames Ziel – die Erstellung Ihres Traumhauses – und genau so sollten Sie sich auch verhalten.

Dies bedeutet fair miteinander umzugehen, nicht nur Rechte vom anderen einzufordern, sondern auch die eigenen Pflichten zu erfüllen.

Bleiben Sie während der Bauzeit in ständigem Kontakt mit Ihrem Partner; wenn Ihnen etwas unklar ist, sprechen Sie den Zuständigen offen darauf an.

Erhalten Sie keine befriedigende Antwort, machen Sie es schriftlich.

Wer schreibt, bleibt.

Dies dient zum einen der Klarheit und der Vermeidung von Streitigkeiten, vor allem auch von gerichtlichen Auseinandersetzungen, bei denen eigentlich alle außer den beteiligten Anwälten nur verlieren können.

Denn wenn einer der Partner weiß, dass der andere alles belegen kann, was er behauptet, wird er es normalerweise nicht zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommen lassen.

Bleiben Sie im Ton immer freundlich und verbindlich – sowohl schriftlich als auch mündlich, aber durchaus konsequent in der Sache.

Aggressionen und Drohungen vergiften das Klima und führen nie zu vernünftigen Lösungen.

Versuchen Sie im Konfliktfall nicht den anderen zu besiegen, denn Verlierer neigen dazu, sich das "Verlorengegangene" ggf. anderweitig zurückzuholen, was letztlich häufig zu einer Eskalation führt.

Helfen Sie mit, dass Lösungen gefunden werden, mit denen Sie und Ihr Partner als Gewinner aus einer Auseinandersetzung hervorgehen


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