Obwohl ich letzthin hier eine persönlich durchaus positive Erfahrung mit einer "reisenden" Dachdeckerfirma geschildert habe, möchte ich doch auf die Gefahren durch schwarze Schafe der Branche hinweisen.
Das Prinzip ist einfach und könnte einem Ratgeber für Akquisition entnommen sein und ich habe manchen Bauunternehmern schon empfohlen, das Vorgehen beim Erstkontakt zu übernehmen, dann aber seriös weiterzumachen.
Wie gehen diese Firmen vor:
Sie gehen bevorzugt in Wohnsiedlungen, die vor 20 und mehr Jahren gebaut worden sind und wo der Zahn der Zeit an den Dächern und Fassaden genagt hat.
Dort schauen sich die Verkaufsmitarbeiter – die aber oft nicht im Anzug mit Schlips daherkommen, sondern ganz bewusst in oftmals traditioneller Arbeitskleidung – die Dächer zumindest von außen an.
Sobald sie einen Schaden, auch wenn er noch so klein war, sprechen die Verkäufer den oder die betreffenden Hausbesitzer darauf an und bieten an, den Schaden sehr preisgünstig zu beheben und gleichzeitig eine Dachinspektion vorzunehmen.
Der Preis ist meist so günstig, dass ein örtlicher Handwerker wohl schon höhere Anfahrtskosten berechnen würde und so unterschreibt der Hauseigentümer einen entsprechenden Auftrag, so wie ich es auch gemacht habe.
Dann wird meist sehr schnell die Reparatur in Angriff genommen und das Dach inspiziert.
Dabei sollte man als Hauseigentümer die ganze Zeit dabei bleiben, damit der Mitarbeiter nicht beim Beheben des Schadens (natürlich völlig unabsichtlich) einen weiteren Schaden verursacht, der auf den schlechten Dachzustand zurückzuführen ist.
Bei der Dachinspektion werden dann meist weitere Mängel oder Schäden entdeckt, zumindest entsprechende Vorstufen, die einen raschen eingriff sinnvoll erscheinen lassen.
Meist wird dann auch gleich der Auftragsblock gezückt und jetzt muss der Hausbesitzer ganz deutlich "Stopp" sagen und auf keinen Fall einen neuen Auftrag unterschreiben.
Das weitere Vorgehen will ich demnächst schildern und hier finden Sie Infos der Verbraucherzentrale
no comment until now