
Eben komme ich von einem Vortrag über Solarenergie zurück, bei dem mich zum ersten Mal ein energieberater, auch in seinen Ausführungen zur Wirtschaftlichkeit überzeugt hat und ich möchte einige seiner Aussagen in meinen Blog weitergeben.
Ich hatte vor einiger Zeit hier schon erwähnt, dass kleine Solaranlagen zur Warmwasserbereitung nicht unbedingt das Gelbe vom Ei sind, sondern heute die Anlage auch zur Heizungsunterstützung ausgelegt sein sollte.
Dabei ging der Referent für ein Einfamilienhaus mit einem 4-Personen-Haushalt von einer wirtschaftlichen Kollektorfläche von 12-15 qm aus, zwar kann man mit größeren Anlagen mehr zu bezahlende Heizenergie einsparen, aber die Wirtschaftlichkeit nimmt ab.
Für eine solche Anlage ist seiner Aussage nach mit ca. € 9000 Gesamtkosten zu rechnen, wobei eine direkte Förderung von rund € 1400 möglich sind, zusätzlich können noch weitere Fördermittel für Kombinationen, wie Einbau eines neuen Kessels, in Anspruch genommen werden und die KfW vergibt auch zinsgünstige Darlehen.
Hallo, ich kann das Geschriebene im Prinzip bestätigen, nach meiner Erfahrung ist der Preis von 9000 € für eine Solaranlage mit Heizungsunterstütung aber sehr sportlich. Das dürfte eine vergleichsweise kleine Anlage sein. Mir sind auch Hersteller bekannt, die Anlagen zwischen 15 und 20 T€ anbieten. Insgesamt ist die solare Deckungsrate der Heizung (also nicht für WW) aber äußerst bescheiden, ich schätze mal…sie liegt in der Größenordnung 10%.
Das Upgrade von einer reinen WW-Solaranlage auf eine Solaranlage mit Heizungsunterstützung verschlechtert also die Wirtschaftlichkeit erheblich.