
Wie schon erwähnt, haben wir uns für die Douglasie als Bodenbelag entschieden und nachdem im Herbst die Fundamentplatten verlegt wurden, hat vor einigen Wochen die Montage begonnen.
Zuerst wurde eine Folie verlegt, die zwar Wasser in den Boden durchlässt, aber das Wachsen von Pflanzen durch die Ã-ffnungen im Terrassenbelag verhindern soll.
Darauf die Unterkonstruktion aus imprägnierten Fichtenkanthölzern und soweit ging alles glatt.
Doch dann montierte der Facharbeiter die erste Bohle direkt an häufig benützten Ausgang vom Esszimmer auf die Terrasse und sowohl meine Frau als auch ich waren entsetzt, denn die Qualität der Bohlen schockierte uns ziemlich.
Mehr als 20 Astlöcher, die teilweise die Kanten ausfranzten, und einige Unebenheiten, die aussahen, als hätte die Hobelmaschine hier gestottert.
Als ich dies monierte und auf weitere Mängel bei einigen Bohlen hinwies, die noch aufgestapelt waren, stellte der Monteur die Arbeit ein und der Unternehmer drohte mit der Aufkündigung des Vertrags.
Denn so die argumentation, Holz dieser Qualität würden sie immer verlegen und noch nie hätte sich jemand beschwert.
Ich einigte mich mit ihm dahingehend, dass wir uns bei verschiedenen Händlern über die Qualität des Holzes ausführlich informieren und dann mit ihm über das weitere Vorgehen sprechen würden.
Beim Holzhandel wurde uns dann gesagt, Äste seien bei Douglasien üblich – was wir auch wussten, allerdings so gehäuft wie bei einigen Bohlen, das war zuviel – aber sie dürften natürlich nicht ausbrechen und diese vom Hobel verursachten Unebenheiten dürften eigentlich nicht sein, sie würde aber hin und wieder vorkommen.
Als wir dann bei einem späteren Besuch des gleichen Händlers ihn mit der vom ihm gelieferten Ware und seinen ersten Aussagen konfrontierten, ruderte er vehement zurück, war aber u.U. zur Rücknahme besonders schlechter Bohlen und entsprechendem Ersatz bereit.
Mit dem beauftragten Unternehmer einigte ich mich darauf, dass wir alle Bohlen sorgfältig prüfen und die schlechten aussondern würden. Glücklicherweise hatte der Unternehmer eine erhebliche Mehrmenge angeliefert, so dass dies auch möglich war.
Ca. 1/3 der Bohlen konnten mit einem zugedrückten Auge auf ganzer Länge von 5 m verwendet werden und damit war ein Terrassenbereich abgedeckt.
Im zweiten Bereich – länger als 5 m – mussten die Bohlen sowieso gestoßen werden und so war es möglich, besonders schlechte Stellen wegzuschneiden.
Bei der Abnahme habe ich dann großzügig über einige kleinere Holzfehler hinweggeschaut und freue mich jetzt auf schöne Tage und Abende auf unserer Terrasse.
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