Verkauf der Berliner Immobilien Holding steht an

Reuters Deutschland meldet am 8. Mai in Bezug auf die Berliner Immobilien Holding: "Die Immobilien umfassen 4,7 Millionen Quadratmeter in ganz Deutschland. Die Transaktion wäre einer der größten Immobiliendeals seit langem. Die Finanzverwaltung hält sich aber weiterhin offen, den Verkauf abzusagen. 'Die Angebote müssen stimmen.', sagte der Sprecher."

Wer steht hinter der Berliner Immobilien Holding? "Die Berliner Immobilien Holding GmbH mit Geschäftssitz in Berlin betreut das Immobiliendienstleistungsgeschäft des Landes Berlin. Unter dem Dach der Holdinggesellschaft sind die operativen Tochtergesellschaften ARWOBAU, Bavaria Objekt- und Baubetreuung GmbH i.L., LPFV, IBV und BIH GEG i.L. tätig. 100%iger Gesellschafter der BIH ist das Land Berlin."

Teil der Holding sind 29 ehemalige geschlossene Immobilienfonds. Zum anstehenden Verkauf heißt es dann auch in der Börsen-Zeitung Nr.82 vom 30.04.2009 auf Seite 2 (pdf-Datei): "Diese Fonds waren mit unüblich hohen Garantieversprechungen ausgestattet – die die Bankgesellschaft schließlich überforderten. Um den Zusammenbruch der landeseigenen Bank zu vermeiden, musste Berlin Bürgschaften von bis zu 21,6 Mrd. Euro übernehmen."

Komisch, daß die Gesetze der Mathematik auch für eine landeseigene Bank gelten – sogar in Berlin. Wer hätte das gedacht? Vielleicht wäre es wohl doch besser, wenn Behörden sich konsequent auf hoheitliche Aufgaben reduzieren und Geschäfte qualifizierten Unternehmern überlassen, die darauf verzichten, Finanzblasen zu produzieren.

Hans Kolpak
Eigentum & Bauen

Foto Quelle BIH GmbH

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