
In Vertragsverhandlungen wird immer wieder versucht, gegenüber dem potenziellen Kunden Druck aufzubauen und besonders beliebt ist dabei der Hinweis auf das Ablaufen der Frist eines Angebotes und auf mögliche, meist erhebliche Preiserhöhungen bei einem späteren Abschluss.
Manchen Bauherren schließen dann den Vertrag und können ein ungutes Gefühl dabei nicht vermeiden. Dann wäre es besser, sich doch noch mal alles durch den Kopf gehen lassen.
Denn bei bauträger und bei Bauunternehmen kommt es nicht so häufig vor, dass diese den Preis wirklich nach Ablauf einer Frist erhöhen, meist stimmen sie einem Vertragsabschluss mit den genannten Konditionen auch später zu.
Ganz anders, als z.B. beim Autokauf, wenn die Hersteller ihren Händlern Sonderrabatte wie z.Z. üblich einräumen. Schließen Sie dann nicht in der Frist ab, kann das Schnäppchen tatsächlich weg sein.
Um zu vermeiden, dass Sie in diese Gefahr kommen, sollten Sie bei jedem Angebot eine ausreichende Bindefrist des Verkäufers oder des Auftragnehmers verlangen und vereinbaren.
Verhandeln Sie zügig, damit Sie nicht unter Zeitdruck kommen und wenn Sie sehen, Sie können sich nicht in der Bindefrist entscheiden, fordern Sie rechtzeitig eine angemessene Verlängerung der Frist.
Vermeiden Sie so genannte "frei bleibende" Angebote, da hier der Anbieter jederzeit vom Angebot zurücktreten kann.
Eine Variante ist der potenzielle Konkurrent, der dieselbe Wohnung oder dasselbe Haus mit Grundstück unbedingt erwerben will, der Verkäufer aber Ihnen den Vortritt lassen will, aus welchen Gründen auch immer.
Hier kann es sich um einen Bluff handeln, aber es kann auch die Wahrheit sein. Eine Abschätzung ist möglich, wenn man sich ganz sachlich überlegt, wie begehrt das eigene Objekt der Begierde ist.
Prüfen Sie immer genau und wenn alles klar ist, entscheiden Sie schnell.
Ich habe einige Kunden, die selber im Marketing tätig sind. Die haben schnell ein Problem mit einem Verkäufer, der sich solcher “Druck”mittel bedient und das Vertrauen ist hin. Meine Erfahrung zeigt, dass eine Ernsthafte Beratung nachhaltiger wirkt, als eine derart aufgesetzte.
Verkäufer selektieren ihre Kunden und es kann durchaus vorkommen, dass ein Verkäufer entscheidet einen Kunden nicht kaufen zu lassen.