Vorurteile beim Bauen

Warum es beim Bauen manchmal Probleme gibt, liegt auch an manchen, fast nicht auszurottenden Vorurteilen, die vielfach jeder Grundlage entbehren oder etwa nicht?

Die "Lieblingskunden" der bauleiter:

- Die schlimmsten Kunden sind Lehrer, denn die haben zuviel Zeit und wissen alles besser.

- Dicht gefolgt von Ärzten bzw. deren Ehefrauen, vor allem, wenn diese nur Frau Doktor spielen

- Auf Rang 3 landen Juristen, die ihren Beruf nicht außen vorlassen können.

Die "bösen" Bauunternehmer aus der Sicht der Kunden:

- Billig anbieten und teuer abrechnen

- Überteuerte und unberechtigte Nachträge

- Halten Zusagen nie ein und werden immer zu spät fertig

- Liefern Pfusch ab

Die "bösen" Kunden aus Sicht der Handwerker und Unternehmer

- Wollen berechtigte Nachträge nicht bezahlen

- Suchen Mängel, um weniger bezahlen zu müssen

- Wissen nicht, was Sie wollen

Die "bösen" Architekten aus Sicht der Handwerker oder Kunden

- Das sind Künstler, die haben von der Ausführung keine Ahnung

- Die machen die Handwerker für die eigenen Fehler verantwortlich

- Die halten sich nie an die eigenen Kostenschätzungen

Die "bösen" Handwerker aus der Sicht der Handwerker

- Mein Vorgänger hat Mist gebaut, aber ich habe es wieder hingekriegt

Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen, doch solange jeder vom anderen nur das Schlechteste denkt, wird es keine erbauliche Zusammenarbeit geben.

Daher sollte man sich von solchen Vorurteilen nicht leiten lassen, sondern offen und ehrlich auf den anderen zugehen, ihn akzeptieren als Person und Fachmann und ihm das Vertrauen schenken, die meisten verdienen es.

Handeln Sie nach der Maxime des Schweizer Pädagogen J.H. Pestalozzi

Man muss positiv auf die Menschen zugehen, dann wird man auch positive Reaktionen erhalten. Unterstellt man von vorn herein, dass man auch von einem Menschen wohl enttäuscht wird, so wird einen dieser auch enttäuschen.

Interessantes zu Vorurteilen finden Sie hier.


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