
Wohl immer noch der beliebteste baustoff für Massivhäuser ist der Ziegel.
Die Rohstoffe Lehm, Ton und Sand werden meist in Lagerstätten nahe der Produktionsstätte abgebaut.
Nach dem Zusetzen von Wasser werden die Steine geformt und bei 100 0 C getrocknet und anschließend bei 800 – 1200 0 C.
Je höher die Brenntemperatur, umso dichter wird der Ziegel.
Durch ein geeignetes Lochbild mit stabilen Stegen wird Luft – ein ausgezeichneter Wärmedämmer – eingeschlossen.
Um die so genannten porosierten Leichtziegel herzustellen, werden Polysterolkügelchen oder auch Sägespäne beigesetzt. Diese verglühen beim Brennen und ergeben eine Vielzahl von kleinen Luftporen, die die Wärmedämmeigenschaften nachhaltig verbessern.
Mit Ziegel können bei entsprechender, aber noch akzeptabler Dicke mit einschaligem Mauerwerk die erforderlichen Werte der Energie-Einsparverordnung problemlos erreicht werden.
Durch ihre Masse haben die Ziegel die seit alters her bekannten Vorteile, sie haben eine hohe Wärmespeicherfähigkeit, die sie langsam abgeben.
Deshalb sind z.B. im Sommer die Häuser tagsüber kühl, während sie die gespeicherte Wärme in kühlen Nächten dosiert abgeben.
Ziegel sind baubiologisch unbedenklich, sie geben keine gesundheitsschädlichen Ausdünstungen ab und sind extrem widerstandsfähig.
Um die positiven Eigenschaften in hohem Masse erreichen zu können, empfiehlt sich der Einsatz von Planziegel mit Dünnbettmörtel, die zudem auch eine schnelle Verarbeitung ermöglichen.
Auch der Schallschutz ist zufrieden stellend, er wird allerdings schlechter, je leichter der Stein wird.
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