
Die Antwort auf diese Frage wurde in einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der comdirect bank im Januar 2010 gesucht und gefunden. Speziell ging es in der Frage, wie wir wohnen, um die Bereitschaft in einem Mehrgenerationshaus zu leben. Für mehr als zwei Drittel der Deutschen (68,8 Prozent) ist diese Wohnform durchaus vorstellbar. Interessanterweise ist diese Vorstellung unter den älteren Menschen (ab 60 Jahre) nicht so stark verbreitet, denn nur 61 Prozent haben diese Frage bejaht.
Die Vorstellung gilt leider als eine Wunschvorstellung. Nur jeder Zwölfte (8,3 Prozent) lebt laut Umfrage derzeit mit mehreren Generationen unter einem Dach,
davon die meisten mit ihren Eltern (40 Prozent), den erwachsenen Kindern
(16,5 Prozent) – oder den Schwiegereltern (8,2 Prozent).
Um den restlichen 60 Prozent ihre Wunschvorstellung zu erfüllen, muss noch recht viel gebaut werden. Wohnraum für generationsübergreifendes Wohnen ist eher knapp und gute Raumkonzepte sind nicht immer leicht zu finden.
Bauen für mehrere Generationen kann auch finanziell attraktiv sein. Sowohl Investitionen für den Bau als auch spätere Kosten werden gemeinsam geschultert und lassen sich so einfacher tragen.
Mit der Vorstellung, dass Jungen und Alten unter einem Dach gemeinsam leben, können sich insgesamt ca. 16 Prozent der Befragten nicht anfreunden.
Die Ergebnisse der Befragung bringen vielleicht den einen oder anderen Bauherren neue Impulse fürs Bauen aber richtig.
Hedwig Seipel
Eigentum & Bauen
Leider werden Menschen immer eigensinniger. Was früher gut und erwünscht war, fällt heute völllig durch