Wohneigentum in China unerschwinglich

Wohneigentum steht ganz oben auf der Liste der Ziele und Wünsche der Menschen nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen anderen Ländern der Welt. Doch leider bleibt der Traum vom Eigenheim für viele unerfüllbar. Besonders häufig trifft es die Chinesen. Wie China Observer meldet, können sich rund 85% der Chinesen kein Eigenheim leisten. Die Gründe dafür liegen in stark gestiegenen Immobilienpreisen, die durch das Monopol lokaler Regierungen und gierige Bauträger verursacht wurden.
Wenn wir die Lage in China und in Deutschland miteinander vergleichen wollen, dürfen wir nicht alleine die Preise für Eigentumswohnungen oder Einfamilienhäuser zugrunde legen, sondern müssen auch die Relation der Preise zum Einkommen der Bevölkerung setzen.
Mit ca. 522 € pro Quadratmeter liegen nach unserem Maßstab die Preise sehr niedrig. Ich nehme an, für ca. 52.000 € ist eine 100 qm große Eigentumswohnung weder in München, noch in Berlin oder Dingeskirchen zu bekommen.
Etwas anders sieht die Realität aus, wenn der Preis mit dem Einkommen verglichen wird. Nach offiziellen Angaben der chinesischen Regierung soll ein Hauspreis maximal sechs Mal so hoch sein wie das Jahreseinkommen ist.
Für uns Deutsche dürfte demnach bei einem durchschnittlichen Jahreseinkommen vom ca. 27.000 € (Quelle: Statistisches Bundesamt 2007) ein Haus nicht mehr als 162.000 € kosten. Diese Größenordnung liegt fern der Realität. In China sieht es in der Praxis noch utopischer aus. Tatsächlich betragen die Hauspreise aktuell ca. 22- bis 30-fache des Jahreseinkommens eines Arbeiters. Ob sie sich dann noch einen Feng-Shui-Berater leisten können? So gesehen haben wir noch äußerst moderate Immobilienpreise. Für 810.000 € lässt sich ohne Probleme ein schickes Häuschen finden. Also bleiben wir doch lieber im Land.

Hedwig Seipel
Eigentum & Bauen


Foto Quelle Pixelio/masp

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