Das Konjunkturmaßnahme-Paket II vom 14. Januar 2009 erscheint Axel von Goldbeck unausgegoren: "Durch eine zusätzliche Förderung energetischer Gebäudesanierungen abseits der Bildungseinrichtungen kann die Bundesregierung die Wachstumsgrundlagen für die deutsche Immobilienwirtschaft insgesamt festigen." Was ist seitens der Bundesregierung vorgesehen?
"Nach den Eckpunkten des zweiten Konjunkturpakets sollen Bund, Länder und Kommunen 2009 und 2010 rund 18 Milliarden Euro zusätzlich in die Infrastruktur investieren. Zwei Drittel entfallen auf die Sanierung von Kindergärten, Schulen und sonstige Bildungseinrichtungen. Der Rest soll in Straßen, Schienen und schnellere Internetnetze investiert werden."
Mit seinem Getöse steht der Zentrale Immobilien Ausschuss e.V. ebenfalls auf der verlorenen Seite derer, die daran festhalten, mit Steuermitteln lasse sich die Volkswirtschaft steuern. Das ist nachweislich nicht der Fall. Selbst Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat im Herbst 2008 noch vorsichtig bekannt, daß man konjunkturelle Maßnahmen nicht Konjunkturprogramme nennen dürfe, weil dadurch lediglich Geld verbrannt werde. Inzwischen hat die 'konjunkturelle Maßnahme' vom Herbst den Namen: 'Konjunkturmaßnahme-Paket I' und das Gebilde von heute heißt 'Konjunkturmaßnahme-Paket II'.
brand eins 10/2003 – Nicht lenken – denken: "Eine radikale Vereinfachung des Steuersystems ist möglich. Wenn die Politik sich von der Vorstellung verabschiedet, mit Steuern zu steuern. … Doch leider rütteln die Erfahrungen in Kroatien den Träumer wieder wach. Das dort 1994 eingeführte Einfachsteuersystem wird immer mehr verwässert. Mit Steuern wird wieder Staat gemacht – sie dienen als Lenkungsinstrument, und das bringt das Dickicht der Ausnahmen und Verordnungen zum Blühen."
Hans Kolpak
Eigentum & Bauen

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