
Der Anbieter einer Immobilie möchte vermieten oder verkaufen. Jeder Tag des Leerstandes ist ein Verlust aus der Perspektive der Zinseszinsrechnung. So weit so gut. Wenn aber dem Erwerber Eigenkapital fehlt und keine solide Finanzierung durch eine Bank möglich ist, dann bietet sich ein Verkäuferdarlehen an.
Die Alternative wäre ein Verzicht auf das Geschäft und Leerstand der Immobilie bei gleichzeitig fehlendem Kapitalrückfluß für den Verkäufer. Da die Modelle genossenschaftlichen Mietkaufs wegen der Vertriebskosten seit Jahren im Kreuzfeuer der Kritik stehen, vermute ich eine wachsende Attraktivität für verzinste Verkäuferdarlehen mit notarieller Absicherung. Hierbei sind lachende Dritte, die sich versteckte finanzielle Vorteile verschaffen, ausgeschaltet. Und das wäre auf jeden Fall für beide Teile ein Gewinn.
Beispiele für solch ein Verkaufsverhalten finden Sie in Mecklenburg-Vorpommern, wo dies ein Mittel ist, die schwache nachfrage anzuregen.
Hans Kolpak
Eigentum & Bauen
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